von Rebecca Randak

Die perfekte Lunchbowl fürs Büro

Gemeinsames Kochen zur Mittagspause ist viel leichter als gedacht: Einfach zusammenschmeißen, was der Kühlschrank so hergibt. Wie man aus einfachen Zutaten eine köstliche Bowl zaubert. 

Kochen wir heute? Ich habe Brokkoli, Karotten und Sesamringe, schreibt Lula. Ulrike antwortet: Ich habe Süßkartoffeln und Salat. Ich schreibe: Super, dann bringe ich schwarze Bohnen, Sprossen und ein Stück Gurke. Hat noch jemand Zitrone? So oder so ähnlich sieht die morgendliche Konversation in unseren Fuck Lucky Go Happy Team Chat auf WhatsApp aus. Wie es sich für ordentliche Yoga-Bloggerinnen gehört, ist uns gutes Essen wichtig. Sehr wichtig. Nicht umsonst wurde uns in der Blogfabrik, dem Coworking-Space, in dem wir arbeiten und kochen, der liebevolle Spitzname Fuck Lucky Go Fressi verpasst. Wer selbst gut und gerne kocht, kennt das Dilemma: Zuhause schmeckt es einfach am besten. Deshalb kochen wir auch im Büro. Natürlich muss es auch dort schnell gehen, denn hinter den Kulissen erfordert das auf Instagram so locker-leicht erscheinende Yoga-Blogger-Leben auch mal echtes Ranklotzen.

Das Rezept für die ultra-schnelle, vegane Bürobowl

Wenn ihr im Büro kocht, ist es sinnvoll, ein paar Basis-Zutaten zu haben: Gutes Olivenöl, etwas Kokosfett, Salz, frischen Pfeffer, ein paar Gewürze, ein Glas Tahin, Sojasoße, Essig und Ahornsirup.

Die Grundidee der Bowl: Kohlenhydrate zum Sattwerden + pflanzliches Protein + hochwertiges Fett + Rohkost

Der Großteil der Bowl besteht aus Gemüse: Süßkartoffel, Kürbis, Zucchini, Brokkoli, Blumenkohl, Fenchel, rote Beete oder Möhren. Das Gemüse wird geschnitten und wandert gesalzen und geölt in den Ofen. Manchmal kommt Rosmarin, Dill oder Kreuzkümmel mit in die Marinade. Je nachdem wie gehaltvoll die Gemüsekomponente ist, kochen wir noch Reis oder Quinoa, damit wir auch alle satt werden. Das Eiweiß steuern Hülsenfrüchte bei: Bohnen aus dem Glas marinieren wir mit etwas Öl und Salz und schmeißen sie mit dem Gemüse in den Ofen - saulecker. Manchmal braten wir Tofu an und marinieren es mit einem Schuss Sojasoße. Und oft tut es einfach auch ein Batzen Hummus. Salat gibt der Bowl den Frischekick: Während ich am liebsten Gemüsesalat aus Tomate, Gurke und Möhre mag, ist Uli die Königin des Blattsalates und kommt immer wieder mit neuen Kreationen daher.

Der Clou der Bowl ist ohnehin das Dressing: Bei uns meist ein Mix aus Tahin, Zitrone, Wasser, Salz, Pfeffer und etwas Ahornsirup; das Ganze wird am Ende in beliebiger Menge über die fertigen Zutaten gekippt. Neben dem Olivenöl aus Süditalien sorgt das Dressing für die alltägliche Fett-Ration. Die Zubereitung und das Kochen dauern bei uns in etwa eine halbe Stunde. Meistens übernimmt eine von uns den lead, eine hilft und die andere räumt danach auf. Inklusive essen, aufräumen und schnacken mit den Kolleginnen aus der Blogfabrik brauchen wir selten länger als eine Stunde, eine ganz normale Mittagspause also, nur dass wir Nahrung im Bauch haben, die wirklich nährt.

Die Grundidee der Bowl: Kohlenhydrate zum Sattwerden + pflanzliches Protein + hochwertiges Fett + Rohkost!

Zu kompliziert? So könnt ihr die Bowl nachmachen

Klar, dieses Rezept ist kein Rezept im klassischen Sinne. Es ist eher als Inspiration gedacht, wie Kochen auch im stressigen Büroalltag gelingen kann.
Bei uns haben sich ein wenig Rollen herauskristallisiert. Tendenziell bringe ich das Eiweiß mit, Lula die Kohlenhydrate und Ulrike kümmert sich um den Salat. Wenn ihr die Rollen so aufteilt, dann kann man die Büro-Bowl auch super zuhause vorbereiten und dann zur Mittagspause nur noch aufwärmen. Gerade gut, wenn ihr nicht mit einer so tollen Büroküche wie wir gesegnet seid. Die konspirativen Essensplanungs-Treffen mit den Kolleginen würde ich dann allerdings am Vortag bei einer gemeinsamen Tasse Tee abhalten.

Rebecca Randak