von Kristina Busche
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Alternativen zu Superfoods – nicht nur genauso gut, sondern besser!

Alternativen zu Superfoods – nicht nur genauso gut, sondern besser!

Sogenannte Superfoods liegen bereits seit mehreren Jahren voll im Trend. Dabei sagt der Begriff aus, dass diese Gruppe von Lebensmitteln besonders wertvolle Inhaltsstoffe vorweisen soll – eine wissenschaftlich anerkannte Begriffsdefinition existiert jedoch nicht und die bestehende Definition beinhaltet auch keine Information zur Herkunft der Nahrungsmittel. Trotzdem versteht der Volksmund unter Superfoods Nahrungsmittel exotischer Herkunft wie Avocados, Quinoa, Chiasamen & Co. Diese importierten Superfoods sind auch sicherlich größtenteils gesund. Doch haben wir nicht regionale Alternativen zu Superfoods, die hinsichtlich der Nährwerte, des Preises und der Ökobilanz besser abschneiden und folglich auch als Superfoods bezeichnet werden können?

Es mangelt definitiv nicht an heimischen Alternativen zu Superfoods. Oftmals haben sie sogar noch bessere Nährwerte als die importierten Produkte.

Alternativen zu Superfoods – nicht nur genauso gut, sondern besser!

Nährwerte von heimischen und exotischen Superfoods

Ein Mehrwert von exotischen Superfoods gegenüber heimischen Nahrungsmitteln ist nicht belegt. Wenn wir uns die Nährwerte anschauen, können wir vielmehr erkennen, dass heimische Produkte mindestens genauso gut abschneiden. Heimische Leinsamen beispielsweise können wir als Alternative zu Chiasamen nutzen. Denn sie enthalten ebenfalls viel Calcium und Eiweiß. Außerdem – als gute Nachricht für Veganer – lassen sich Leinsamen auch als Eierersatz beim Backen verwenden. Des Weiteren kennen wir alle Goji-Beeren. Diese sind für ihren hohen Vitamin-C-Gehalt bekannt. Alternativ können wir jedoch zu heimischen schwarzen Johannisbeeren greifen, da sie den Goji-Beeren von den Nährwerten her in nichts nachstehen. Sie beinhalten sogar noch mehr Vitamin-C. Eine weitere Alternative ist Sanddorn, denn auch dieser ist reich an Vitamin-C.

Ebenfalls sehr verbreitet in den Supermärkten ist mittlerweile Quinoa. Es ist sehr beliebt, da es eisen- und eiweißhaltig sowie glutenfrei ist. Doch ebenso gut können wir Hirse auf unseren Speiseplan setzen. Wer kein Problem mit Gluten hat, kann auch zu Hafer statt Quinoa greifen. Wer hingegen einen Ersatz für Avocado sucht, findet in der Walnuss eine fantastische Alternative. Sie kann in Deutschland gut angebaut werden und ist länger haltbar als eine Avocado. Außerdem haben Walnüsse einen noch höheren Gehalt an ungesättigten Fettsäuren, wegen derer die Avocado eigentlich so beliebt ist. Last but not least schauen wir uns Acai-Beeren an. Die Früchtchen gelten als das Superfood überhaut – vornehmlich wegen ihres hohen Gehalts an Anthocyanen. Dabei handelt es sich um sekundäre Pflanzenstoffe, die zu den natürlichen Antioxidantien gehören. Aber Blaubeeren und Kirschen sowie andere blaue und rote Früchte- und Gemüsesorten sind ebenfalls reich an Anthocyanen und haben somit die gleiche antioxidative Wirkung.

Es mangelt also definitiv nicht an heimischen Alternativen zu Superfoods. Oftmals haben sie sogar noch bessere Nährwerte als die importierten Produkte. Wir sollten nur beim Kauf unserer regionalen Superfoods immer darauf achten, dass die Nahrungsmittel auch wirklich aus Deutschland kommen und dass sie mit dem EU-Bio-Siegel versehen sind.

Preis und Umweltbelastung von regionalen und globalen Superfoods

Nicht nur die fantastischen Nährstoffwerte unserer heimischen Superfoods sprechen für den Kauf, sondern auch die Preise. Denn hohe Frachtkosten fallen bei den regionalen Produkten nicht an. Hingegen jagen kostenintensive Transporte, das Wissen über die Beliebtheit und die damit einhergehenden Werbestrategien die Preise für die exotischen Superfoods in die Höhe. Der Preis der regionalen Superfoods liegt deshalb meist weit unter dem der weit gereisten Nahrungsmittel.

Neben den Nährwerten und dem Preis spricht noch ein weiterer Faktor für die heimischen Produkte: die Umweltbelastung. Denn die populären Superfoods müssen importiert werden. Sie kommen aus fernen Ländern wie Mexiko und Peru, was einen langen und wenig umweltfreundlichen Transport mit sich zieht. Außerdem wissen wir wenig über die Anbauverhältnisse der exotischen Superfoods. Darüber hinaus bedeutet der Transport meist mehr Verpackungsmaterialien und nachweislich sind die Nahrungsmittel aus Übersee häufig behandelt, zum Beispiel für schnelleres Wachstum oder längere Haltbarkeit – schließlich ist die Nachfrage groß und der Weg weit. Wenn wir zu den heimischen Superfoods greifen, sparen wir deshalb nicht nur Geld und versorgen unseren Körper mit mindestens genauso vielen Nährstoffen, sondern unterstützen auch die Reduzierung umweltschädlicher Abgase.

Ob bei den „Exoten“ überhaupt von Superfoods die Rede sein kann, ist also fraglich. Denn unter Berücksichtigung der Faktoren Preis, Ökobilanz und Nährwerte, schneiden die heimischen Nahrungsmittel im Gesamtbild einfach besser ab. Daher können wir folgendes Fazit ziehen: Die populären Superfoods sind gar nicht so super und unsere regionalen Produkte sind die eigentlichen Superfoods!

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Kristina Busche
Kristina Busche lebt seit über fünf Jahren in ihrer Wahlheimat Hamburg, wo sie als freiberufliche Texterin und Content Managerin tätig ist. Neben dem Reisen ist der Sport eine große Leidenschaft der gebürtigen Hannoveranerin. Fast täglich geht Kristina joggen und eine Fitness-Yoga-Session ist ebenfalls fester Bestandteil ihres Alltags. Vor einigen Jahren hat die Hobbysportlerin auch das Interesse für eine bewusste Ernährung entwickelt und so kocht und backt die 30-Jährige wann immer es ihr Tagesablauf zulässt. Viel Aufmerksamkeit schenkt Kristina auch ihrer Familie und ihren Freunden, für die sie des Öfteren Foodguide und Ernährungsberaterin spielt. Neben dem Sport und der Ernährung ist Spanisch Kristinas große Liebe, zu der sie mit großen Augen und einem breiten Grinsen immer und überall den Kontakt sucht. Es ist ihre favorisierte Fremdsprache, die sie bereits in Jugendtagen in ihr Herz geschlossen hat.