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von Citlali Guerra
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Wie die Ozeane miteinander verbunden sind

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Anders als die Kontinente, die voneinander abgegrenzt sind, sind die Ozeane unsere Erde im wahrsten Sinne des Wortes “grenzenlos”. Die natürliche Trennung der Kontinente hat es uns Menschen erleichtert Grenzen, Regelungen, Nationen zu bilden, welche bestimmen, was wem gehört. Diese Regelungen vereinfachen vieles, aber sie entfremden uns auch.

Meeresströmungen sind der Motor des Klimas unseres Planeten, da sie die Temperaturen auf den verschiedenen Kontinenten der Welt regulieren.

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Im Ozean sind diese Abgrenzungen nicht möglich. Das heisst, dass die Ozeane uns alle gehören. Man kann die Ozeane und die Lebewesen die dort schwimmen nicht zwischen den  verschiedenen Nationen aufteilen. Was es gibt, ist ein Abkommen, das 1982 von der UNO geschlossen wurde (United Nations Law of the Sea Convention, UNCLOS) welches bestimmt, dass das Küstenmeer einer Nation sich bis zu einem Ausmaß von zwölf Seemeilen (22,2 km) erstecken kann. Dieses Abkommen hilft zum Beispiel die Fischerei zu regulieren, aber man kann auch die 22,2 km die eeiner Nation zugeschrieben sind - und die da drin rein-und rausschwimmende Lebewesen - nicht isolieren.

Aber wie sind die Ozeane miteinander verbunden? Welche Dynamiken herrschen im Ozean?

Es gibt wichtige Meereströmungen welche die Ozeane miteinader verbinden. Diese Meerströmungen sind technisch gesehen Verschiebungen von Wassermassen. Diese Verschiebung sind auf verschiedene Faktoren zurückzuführen. Unter anderem auf die Rotationsbewegung der Erde, durch die Winde, durch den Unterschied in der Wassertemperatur, Unterschiede an der Dichte des Wassers und die Küstentopografie der verschiedenen Kontinente.

Einer von den wichtigsten Faktoren ist die Erdrotation. Die wiederholende Bewegung der Erdrotation hat einen Einfluss vor allem auf das kalte Tiefenwasser. Kaltes Wasser wird hauptsächlich dann in Bewegung gesetzt, wenn sich die Erde dreht. Das Wasser bewegt sich von einer Hochdruck Zone, d.h wo Wassermassen sich ansammeln, zu einer Zone mit niedrigem Druck. Es ist aber in der Realität komplizierter weil noch eine andere Kraft eine Rolle spielt, nämlich die sogenannte Coriolis-Kraft. Diese ensteht wenn Wasser sich in einem rotierenden Bezugssystem bewegt, also die Erde. Diese Karft “zieht” die Strömung nach rechts auf der Nordhalbkugel bzw. nach links auf der Südhalbkugel. Dieses bewirkt, dass die Wassermassen nicht “gerade aus” sonder sich rotierend bewegen. Das Gleichgewicht zwischen der Druckgradientkraft und der Coriolis-Kraft wird 'geostrophisches Gleichgewicht' genannt.

Ein anderer wichtiger Faktor, der das Strömungssystem der Meere anleitet ist die Wärme der Sonne. Warme Meereströmungen werden in der Nähe des Äquators erzeugt. Dort erwärmt  sich das Wasser und verursacht an der Oberfläche des Meeres einen Strom von warmen Wasser, hin zu beiden Polen. Beim Erreichen der Pole, wird das warme Wasser aufgrund der Eisbildung sehr kalt und salzig. Diese dann sehr dichte Wassermasse sinkt und fließt zum Aquator – so transportiert die Meeresströmung Sauerstoff und Nährstoffe  zwischen den Polen und den Tropen. Diseser Zyklus, der von den Unterschieden in Temperatur und der Dichte des Wassers bestimmt wird, wird “thermohaline Zirkulation” gennant (Thermo= Temperatur; Halin= Salz). Es wird auch als "The great ocean Conveyor belt" bezeichnet. Dieser “Gürtel” transportiert warmes und kaltes Wasser rund um die Welt, wobei eine volle “Umrundung” dabei zwischen 500 und 2.000 Jahre dauern kann!

Andere Faktoren wie "Tiden" und "Küstentopographie":

Die größten Meereströmungen der Erde werden duch das sogenannte geostrophischen Gleichgewicht reguliert. Zusätzlich gibt es sekundäre Faktoren welche einen eher lokalen Einfluss auf die Strömungen haben. Zu den sekundären Faktoren gehören z.B. die Gezeitenströmungen. Diese verlaufen regelmäßig nach dem Tageszyklus. Sie werden von der Anziehungskraft des Mondes und der Sonne gesteuert. Diese Anziehungskraft verändert die Hoch- und Niedrigdruck-Zonen weil Wassermassen angezogen werden.

Die Meeresströmungen und das Klima

Meeresströmungen sind der Motor des Klimas unseres Planeten, da sie die Temperaturen auf den verschiedenen Kontinenten der Welt regulieren: Trockenes und wüstenreicheres Klima wie an den Küsten von Perú und Chile werden von den kalten Wasser der Humboldt Strömung beeinflusst.

Auf der anderen Seite gibt es Kontinente, die von warmen Meeresströmungen beeinflusst werden, wie die des berühmten Golfstroms, der von den Tropen hin zu den britischen Inseln und zu den Küsten Islands fließt und für ein feuchteres und weniger kaltes Klima sorgt, welches die Navigation und die Fischerei in Breiten nahe dem Polarkreis das ganze Jahr  erleichtert.

Die Strömungen und die Wanderungen der Spezien

Die “Termohaline Zirkulation” hat ein bedeutenden Einfluss in die Wanderung von meherer Lebewesen. Diese Natur-Kraft und die miteinbezogene Dynamik bestimmen, wie die Flora, Fauna und die Physik des Meeres sich bewegen, organisieren und abgrenzen (unabhängig von Klimawandel und Einfluss des Menschen).

Ein Bespiel ist die Schildkröte “Cartetta Caretta” (lat.) deren Lebenszyklus von diese Strömungen abhängt.

Die Schidlkröten Caretta Caretta legt die Eier in Florida, USA und in Yucatán (Mexiko). Die Jünglinge leben pelagisch, das heisst an der “Wasserseule” schimmend oder schweben im Meer und sie nutzen den Golfstrom um weiter in die Sargazosee zu wandern. Dort ernähren sie sich von Krabben und Quallen. Sie setzen ihre Reise fort und erreichen mit Hilfe des Golfstroms und den Passatwinden das Mittelmeer und die westliche Küste Afrikas, wo die Richtung der Strömung sich ändert, so dass Sie von dort ins atlantische Meer gelangen, wo sie zurrück nach Amerika schwimmen.

Das zeigt uns, dass im Ozean vollkommen andere Regeln gelten und das wir eigentlich von ein grenzenlosen Ozean reden können.  Was wäre wenn wir auch im irdischen “grenzenloser” sein würden?

Wenn Ihr mehr zu dem Thema erfahren möchtet, kann ich Euch folgende Quellen dazu empfehlen:

Geostrophische Strömungen: https://seos-project.eu/oceancurrents/oceancurrents-c06-s02-p01.de.html

Great Ocean Conveyorbelt: http://www.ces.fau.edu/nasa/resources/global-ocean-conveyor.php

Schildkröte Caretta Caretta: https://europe.oceana.org/es/reportaje-migracion-de-las-tortugas-marinas

Citlali Guerra
Citlali ist unsere Nachhaltigkeits-Beauftragte 
bei ethicDeals und betreut unser Projekt "MariTeam". Sie lebt in México (Baja California) und ist Meeresbiologin. Citlali wird regelmässig Beiträge zu MariTeam veröffentlichen und freut sich dazu immer über Fragen und Anregungen aus der Community!
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